hauptfeuerwache leopoldstadt
       
     
 feuer ist  ausnahmezustand  ausnahmezustände erfordern hohes tempo und bereitschaft schnell auf neue situationen zu reagieren, unkonventionelle problemlösungen tragen oft zur klärung des ausnahmezustandes bei, regelverletzungen sind hierbei nicht ausgeschlossen ein, zu 37% bebautes grundstück, dessen bestand zum grossteil nicht angetastet werden soll und das lt. flächenwidmung max. 60%ig, mit einer traufenhöhe von max. 12 metern, bebaut werden darf, das jedoch mit einer neu zu schaffenden nutzfläche von 6500 m2 versehen werden soll, ist -  ausnahmezustand   3 regelverletzungen stehen zur auswahl - eine lösung ohne regelverstoß scheint nach analyse der vorgaben nicht möglich. …die zulässige bauhöhe könnte überschritten werden, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) bei einer 60 % igen bebauung unterzubringen.  …die forderungen des nutzers könnten ignoriert werden, um den bebauungsbestimmungen zu entsprechen.  …die bebaute bzw. überbaute fläche könnte 60% überschreiten, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) in der zulässigen gebäudehöhe herzustellen. den wünschen des nutzer wird entsprochen – da er im  katastropheneinsatz  seinen dienst versieht.  die entscheidung für letzteren verstoß ist städtebaulich motiviert. vor allem hinsichtlich der determinierung einer zukünftigen bebauung des areals wilhelmskaserne, ist eine überschreitung der zulässigen gebäudehöhe im stadträumlichen kontext nicht verträglich.  eine flächige bebauung und selbsttragende überbauung von teilen des bestandes ist die logische konsequenz.
       
     
 urbaner  flächenbrand   am ende der ausstellungsstrasse münden kafkastrasse und vorgartenstrasse in diese und nehmen den elderschplatz vorweg. eine breite öffnung in der dichten, nordseitigen häuserfront gegenüber dem ausstellungsgelände ist markiert durch zwei 7-stöckige neubauten. dazwischen liegt der niedrige bestandsbau der hauptfeuerwache 1020.  wie feuer nimmt die neue überbauung den stadtraum in besitz, definiert den elderschplatz neu und markiert den übergang von der lebhaften zone an der ausstellungsstrasse, zu den ruhigeren wohnbereichen in der engerth- und vorgartenstrasse. ein rot-oranger baukörper überzieht das grundstück - seine geschwungene kontur erhebt sich über der bestehenden garage entlang der kafkastrasse – selbsttragend, wird der bestand nicht belastet.
       
     
 in der  glut  der bestehenden fahrzeughalle wird eine neue gegenübergestellt – der hof, grossteils überbaut, bleibt voll funktionsfähig, ausfahrt und notausfahrt, wie gehabt.  eine schneise, als  "feuerfreie" zone im brandherd  bringt licht in den hof und spielt den turm frei, der sich mit einer aufgesetzten stahl-glaskonstruktion, nicht von der neuen kubatur einnehmen lässt. rote lichtbalken im turm als  nachtsignale der wache  nach aussen. vom hof aus, eine rampe nach oben für pkw-stellplätze, die beschickung der grossen museumsfläche und die anlieferung der bekleidungskammer.  um den direkten zugang vom bestand in die neue fahrzeughalle zu gewährleisten, leckt ein steg mit rot – oranger hülle,  wie eine flamme  am bestand und dockt am neuen stiegenhaus an. prinzipiell wurde in vorliegendem konzept versucht eine ästhetik für die architektur eines zeitgemässen feuerwehrgebäudes zu entwickeln, was sich formal in der dynamischen kontur des baukörpers, aber auch in der wahl des materials für die gebäudehülle aus einer kunststoffmembrane manifestiert. die neue feuerwache leopoldstadt könnte so, modellhaft den beginn einer modernen städtebaulichen entwicklung im wilhelmskasernenareal markieren und damit einem bis jetzt eher vernachlässigten gebiet in der leopoldstadt eine  zukunftsvision  schenken.
       
     
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hauptfeuerwache leopoldstadt
       
     
hauptfeuerwache leopoldstadt

Wettbewerb, Wien 1020

2004

 feuer ist  ausnahmezustand  ausnahmezustände erfordern hohes tempo und bereitschaft schnell auf neue situationen zu reagieren, unkonventionelle problemlösungen tragen oft zur klärung des ausnahmezustandes bei, regelverletzungen sind hierbei nicht ausgeschlossen ein, zu 37% bebautes grundstück, dessen bestand zum grossteil nicht angetastet werden soll und das lt. flächenwidmung max. 60%ig, mit einer traufenhöhe von max. 12 metern, bebaut werden darf, das jedoch mit einer neu zu schaffenden nutzfläche von 6500 m2 versehen werden soll, ist -  ausnahmezustand   3 regelverletzungen stehen zur auswahl - eine lösung ohne regelverstoß scheint nach analyse der vorgaben nicht möglich. …die zulässige bauhöhe könnte überschritten werden, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) bei einer 60 % igen bebauung unterzubringen.  …die forderungen des nutzers könnten ignoriert werden, um den bebauungsbestimmungen zu entsprechen.  …die bebaute bzw. überbaute fläche könnte 60% überschreiten, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) in der zulässigen gebäudehöhe herzustellen. den wünschen des nutzer wird entsprochen – da er im  katastropheneinsatz  seinen dienst versieht.  die entscheidung für letzteren verstoß ist städtebaulich motiviert. vor allem hinsichtlich der determinierung einer zukünftigen bebauung des areals wilhelmskaserne, ist eine überschreitung der zulässigen gebäudehöhe im stadträumlichen kontext nicht verträglich.  eine flächige bebauung und selbsttragende überbauung von teilen des bestandes ist die logische konsequenz.
       
     

feuer ist ausnahmezustand
ausnahmezustände erfordern hohes tempo und bereitschaft schnell auf neue situationen zu reagieren,
unkonventionelle problemlösungen tragen oft zur klärung des ausnahmezustandes bei, regelverletzungen sind hierbei nicht ausgeschlossen
ein, zu 37% bebautes grundstück, dessen bestand zum grossteil nicht angetastet werden soll und das lt. flächenwidmung max. 60%ig, mit einer traufenhöhe von max. 12 metern, bebaut werden darf, das jedoch mit einer neu zu schaffenden nutzfläche von 6500 m2 versehen werden soll, ist - ausnahmezustand
3 regelverletzungen stehen zur auswahl - eine lösung ohne regelverstoß scheint nach analyse der vorgaben nicht möglich.
…die zulässige bauhöhe könnte überschritten werden, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) bei einer 60 % igen bebauung unterzubringen. 
…die forderungen des nutzers könnten ignoriert werden, um den bebauungsbestimmungen zu entsprechen. 
…die bebaute bzw. überbaute fläche könnte 60% überschreiten, um die geforderten flächen (mit den entsprechenden raumhöhen) in der zulässigen gebäudehöhe herzustellen.
den wünschen des nutzer wird entsprochen – da er im katastropheneinsatz seinen dienst versieht. 
die entscheidung für letzteren verstoß ist städtebaulich motiviert. vor allem hinsichtlich der determinierung einer zukünftigen bebauung des areals wilhelmskaserne, ist eine überschreitung der zulässigen gebäudehöhe im stadträumlichen kontext nicht verträglich. 
eine flächige bebauung und selbsttragende überbauung von teilen des bestandes ist die logische konsequenz.

 urbaner  flächenbrand   am ende der ausstellungsstrasse münden kafkastrasse und vorgartenstrasse in diese und nehmen den elderschplatz vorweg. eine breite öffnung in der dichten, nordseitigen häuserfront gegenüber dem ausstellungsgelände ist markiert durch zwei 7-stöckige neubauten. dazwischen liegt der niedrige bestandsbau der hauptfeuerwache 1020.  wie feuer nimmt die neue überbauung den stadtraum in besitz, definiert den elderschplatz neu und markiert den übergang von der lebhaften zone an der ausstellungsstrasse, zu den ruhigeren wohnbereichen in der engerth- und vorgartenstrasse. ein rot-oranger baukörper überzieht das grundstück - seine geschwungene kontur erhebt sich über der bestehenden garage entlang der kafkastrasse – selbsttragend, wird der bestand nicht belastet.
       
     

urbaner flächenbrand
am ende der ausstellungsstrasse münden kafkastrasse und vorgartenstrasse in diese und nehmen den elderschplatz vorweg. eine breite öffnung in der dichten, nordseitigen häuserfront gegenüber dem ausstellungsgelände ist markiert durch zwei 7-stöckige neubauten. dazwischen liegt der niedrige bestandsbau der hauptfeuerwache 1020. 
wie feuer nimmt die neue überbauung den stadtraum in besitz, definiert den elderschplatz neu und markiert den übergang von der lebhaften zone an der ausstellungsstrasse, zu den ruhigeren wohnbereichen in der engerth- und vorgartenstrasse.
ein rot-oranger baukörper überzieht das grundstück - seine geschwungene kontur erhebt sich über der bestehenden garage entlang der kafkastrasse – selbsttragend, wird der bestand nicht belastet.

 in der  glut  der bestehenden fahrzeughalle wird eine neue gegenübergestellt – der hof, grossteils überbaut, bleibt voll funktionsfähig, ausfahrt und notausfahrt, wie gehabt.  eine schneise, als  "feuerfreie" zone im brandherd  bringt licht in den hof und spielt den turm frei, der sich mit einer aufgesetzten stahl-glaskonstruktion, nicht von der neuen kubatur einnehmen lässt. rote lichtbalken im turm als  nachtsignale der wache  nach aussen. vom hof aus, eine rampe nach oben für pkw-stellplätze, die beschickung der grossen museumsfläche und die anlieferung der bekleidungskammer.  um den direkten zugang vom bestand in die neue fahrzeughalle zu gewährleisten, leckt ein steg mit rot – oranger hülle,  wie eine flamme  am bestand und dockt am neuen stiegenhaus an. prinzipiell wurde in vorliegendem konzept versucht eine ästhetik für die architektur eines zeitgemässen feuerwehrgebäudes zu entwickeln, was sich formal in der dynamischen kontur des baukörpers, aber auch in der wahl des materials für die gebäudehülle aus einer kunststoffmembrane manifestiert. die neue feuerwache leopoldstadt könnte so, modellhaft den beginn einer modernen städtebaulichen entwicklung im wilhelmskasernenareal markieren und damit einem bis jetzt eher vernachlässigten gebiet in der leopoldstadt eine  zukunftsvision  schenken.
       
     

in der glut
der bestehenden fahrzeughalle wird eine neue gegenübergestellt – der hof, grossteils überbaut, bleibt voll funktionsfähig, ausfahrt und notausfahrt, wie gehabt. 
eine schneise, als "feuerfreie" zone im brandherd bringt licht in den hof und spielt den turm frei, der sich mit einer aufgesetzten stahl-glaskonstruktion, nicht von der neuen kubatur einnehmen lässt. rote lichtbalken im turm als nachtsignale der wache nach aussen.
vom hof aus, eine rampe nach oben für pkw-stellplätze, die beschickung der grossen museumsfläche und die anlieferung der bekleidungskammer. 
um den direkten zugang vom bestand in die neue fahrzeughalle zu gewährleisten, leckt ein steg mit rot – oranger hülle, wie eine flamme am bestand und dockt am neuen stiegenhaus an.
prinzipiell wurde in vorliegendem konzept versucht eine ästhetik für die architektur eines zeitgemässen feuerwehrgebäudes zu entwickeln, was sich formal in der dynamischen kontur des baukörpers, aber auch in der wahl des materials für die gebäudehülle aus einer kunststoffmembrane manifestiert.
die neue feuerwache leopoldstadt könnte so, modellhaft den beginn einer modernen städtebaulichen entwicklung im wilhelmskasernenareal markieren und damit einem bis jetzt eher vernachlässigten gebiet in der leopoldstadt eine zukunftsvision schenken.

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