Die bestimmenden Entwurfsparameter für diese Bauaufgabe sind die Lage im „grünen“ Prater und eine ökonomische, sowie ökologische Konzeption des Gebäudes.
Zusätzlich dazu besteht der Anspruch an das neue Clubhaus, dem Hockey-, und Tennissport am Standort des Hockeystadions eine starke neue Identität zu verleihen. …..homebase HTC…. ein Leistungszentrum mit zusätzlichen Räumen, wie einer Kraftkammer und Massage- bzw. Physiotherapieräumen.
Das Erholungsgebiet (Esp) Prater lebt von seiner Durchlässigkeit, von Sichtbeziehungen und Durchwegungen zwischen den einzelnen „Nutzungsbereichen“ (Sport-, Spielplätze, Lokale) und den umgebenden Grünräumen.
Die Position des Bestandsgebäudes erweist sich daher als prinzipiell richtig und wird beibehalten. Das Gebäude funktioniert als Bindeglied zwischen der hochfrequentierten Praterhauptallee außerhalb, gleichzusetzen mit dem öffentlichen Raum und dem sportlichen und gesellschaftlichen Geschehen innerhalb des Hockey-, und Tennisstadions.
Es bietet sich also auf sehr niederschwellige Art, die Möglichkeit durch die neue „homebase“, für die Vereine und deren Sportangebote Werbung zu machen und Interessierte auf kurzem Weg auf das Grundstück zu leiten.
Es gilt einen Ort zu entwickeln, zu dem die Menschen gerne kommen - auch gerne länger bleiben, dem sie sich verbunden fühlen und der ein Stück Heimat (homebase) für den Hockey-, und Tennissport wird, an dem man Freunde gewinnt und immer wieder trifft.
Sichtbarkeit und eine einprägsame Architektur bezogen auf den Ort, machen den Club attraktiv und ziehen neue Mitglieder an.
Die Einsparung an CO2-Emissionen aufgrund der vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen, durch eventuell nicht notwendigen Transport des Abbruchs und Nutzung der grauen Energie der Bestandskonstruktionen und gegebenenfalls Fundamente (200-300kg CO2 / m³ Beton), ist ein zusätzliches, starkes ökologisches Argument dafür. (Äquivalent von grob geschätzten bestehenden 180m³ Beton ~= 45.000kg CO2 = emittiertes CO2 beim Beheizen von 90 EFH/Jahr).
Die Beheizung soll durch eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung erfolgen, ergänzt durch eine, möglichst die Dachfläche ausnützende, PV-Anlage. Die Warmwasserbereitung kann idealerweise nahezu gänzlich durch die PV-Anlage sichergestellt werden.
Das Erd- und Obergeschoß soll als Holzbau (Leichtbau) auf die bestehende Kellerkonstruktion aufgesetzt werden. Aufgrund der Raumerfordernisse ist das Obergeschoß signifikant größer als das Erdgeschoß. So ergeben sich durch den auskragenden bzw. auf schlanken Stahlstützen aufgelagerten neuen Bauteil, überdeckte, beschattete Bereiche unter denen eine Terrasse mit hoher Aufenthaltsqualität entsteht. Diese erweitert den Gastraum in der warmen Jahreszeit, in der hauptsächlich auch die zugehörigen Sportflächen genutzt werden und bietet zugleich Witterungsschutz (Regen und Sonne) ohne weitere erforderliche bauliche Maßnahmen.